Digitaler Stress: Unser täglicher Begleiter – Ursachen, Konsequenzen & Gegenmaßnahmen

Digitaler Stress: Unser täglicher Begleiter – Ursachen, Konsequenzen & Gegenmaßnahmen

Die Digitalisierung bietet Arbeitgebenden und -nehmenden erweiterte Handlungs- und Entscheidungsspielräume, die sich beispielweise aus der Ortsunabhängigkeit des Arbeitsplatzes ergeben. Auch Nachteile sind zu verzeichnen, welche sich insbesondere auf Schwierigkeiten im Umgang mit technischen Arbeitsmitteln beziehen. Die Arbeitsmenge steigert sich, Multitasking wird erforderlicher und die eigenen Arbeitsleistungen lassen sich einfacher kontrollieren.

Folgende sechs Faktoren resultieren –laut einer Studie– in einem Anstieg des Stresslevels (Wirtschaftspsychologie aktuell, 2019):

  • Gefühl der ständigen Leistungsüberwachung 
  • Gefühl gläsern zu sein 
  • Verunsicherung
  • Unzuverlässigkeit
  • Arbeitsunterbrechungen
  • Überflutung

Die Arbeitsmotivation und Arbeitsleistung der Mitarbeitenden stehen in Abhängigkeit zu diesen Faktoren und können unter den negativen Auswirkungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt leiden. Ein ansteigender Druck setzt Stressfaktoren frei, welche sich negativ auf die psychische und physische Verfassung auswirken können.


Folgende Präventionsmaßnahmen helfen Ihnen dabei, Stress zu reduzieren und Leistungsfähigkeit zu steigern:

  • Stummschalten der Geräte (wenn möglich)
  • Festlegen von Erreichbarkeits-, Umgangs- und Kommunikationsregeln
  • Einrichten von Stillarbeitsplätzen
  • Weiterbildungen zur persönlichen Reflektion und zum Selbstmanagement
  • Ansprechpartner für technische Herausforderungen

Die Erreichung und Bewahrung eines bewussten Umgangs kann Stress durch technische Digitalisierung reduzieren und den Vorteilen dieser Raum verschaffen. Das Ausschöpfen an Vorteilen und ein präventiver Umgang mit Nachteilen ermöglichen eine zukunftsorientierte und effektive Arbeitsentwicklung.

Quelle: Wirtschaftspsychologie aktuell, 2019