Negative Gedankenmuster: Entstehung und Bewältigung

Negative Gedankenmuster: Entstehung und Bewältigung

Dysfunktionale Kognitionen – welche auch als negative Gedankenmuster bezeichnet werden – besitzen eine einschränkende Wirkung auf das Verhalten, welches ein Mensch an den Tag legt. Sind negative Gedankenmuster vorhanden, so fällt es dem betroffenen Individuum schwer, eigene Ziele zu erreichen und die eigenen beruflichen und privaten Bedürfnisse zu befriedigen. Als besonders problematisch stellt sich die Kombination aus dysfunktionalen Gedankenmustern und Stress heraus, welche wesentlich die Entstehung von Depressionen befördern kann.

Wann sind Kognitionen dysfunktional? Von Natur aus sind Kognitionen darauf ausgerichtet, Probleme, welche sich auf dem Weg zur Zeil-Erreichung auftun, zu lösen. Als negativ werden diese Gedankenmuster bezeichnet, wenn eben diese Lösungskompetenz abhanden gerät und durch unflexible, realitätsferne und nicht-lösungsorientierte Denkweisen ersetzt wird. Das Resultat solcher negativen Kognitionen sind Gefühle wie: Frustration, Enttäuschung und Unwohlsein über das eigene Denken und Handeln und das Nicht-Erreichen gesetzter Ziele.

Welche Auslöser gibt es bei der Entstehung negativer Gedankenmuster? Es gibt vielfältige Gründe, welche zu der Entstehung negativer Gedankenmuster beitragen können. Unter anderem sind es genetische Faktoren; im Speziellen Veränderungen im serotonergen System, welche zu einer erhöhten Emotionalität führen. Studien haben erwiesen, dass hoch emotionale Menschen eine erhöhte kognitive Vulnerabilität (Verletzbarkeit) aufweisen und somit zugänglicher sind für die Entstehung negativer Gedankenmuster. Neben genetischen Einflüssen können jedoch auch Einflüsse aus der sozialen Umwelt zur Entstehung beitragen. Mögliche Auslöser sind dabei soziale Vergleiche und negative Erfahrungen im Umgang mit Anderen. 

Welche Folgen können entstehen? In schwerwiegenden Fällen können pathologische Folgen (z.B. Depression) entstehen. Im Kontext der Arbeit beeinflussen negative Gedankenmuster zum Beispiel Leistung und Berufserfolg, Absentismus und Präsentismus, Stress und Burnout und körperliche Symptome nachteilhaft.

Wie lassen sich dysfunktionale Kognitionen bewältigen?

 Um dem Entstehen negativer Gedankenmuster entgegen zu wirken, muss erlernt werden, in auslösenden Situationen den spontanen Impuls eines negativen Gedankenmusters durch einen Impuls positiven und lösungsorientierten Denkens zu ersetzen. Dies bedarf Training und ständiger Wiederholung.

Für einen tiefgreifenderen Einblick in das Thema empfehlen wir: Amberger, J. (2017). Dysfunktionale Kognitionen und Stress. Empirische Untersuchungen und neue Ansätze für die Praxis. Saarbrücken: Akademikerverlag.