Wertewandel: Wenn „Sinnhaftigkeit“ zum Erfolgsfaktor wird

Wertewandel: Wenn „Sinnhaftigkeit“ zum Erfolgsfaktor wird

Seit einigen Jahren lässt sich ein wachsender Arbeitnehmertrend beobachten. Insbesondere die jüngeren Generationen Y und Z (ab Geburtsjahr 1981) legen immer mehr Wert darauf, eine Arbeit auszuführen, welche sie als gesellschaftlich sinnvoll und wertvoll erleben. Auch der Arbeitgeber, wird zunehmend häufiger abhängig von dessen Werte- und Sinnbild ausgewählt. Wirkten einst vor allem monetäre Anreize zufriedenstellend, müssen heute neue Wege eingeschlagen werden.

Es ist notwendig, als Unternehmen diesem neuen Bedürfnis vor allem jüngerer Mitarbeiter gerecht zu werden, denn sie gestalten unsere unternehmerische Zukunft. Daher lohnt es sich, die Frage zu stellen: Müssen Unternehmen Sinnhaftigkeit vermitteln, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein?

Das Korn Ferry Institute (2016) stellte in einer Studie über vier Jahre fest, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für sinnorientierte Unternehmen bei 9,85% gegenüber 2,4% für andere Unternehmen liegt. Sinnorientierte Unternehmen besitzen der Studie zufolge ein ausgeprägteres Mitarbeiter-Commitment und eine stärkere Kundenbindung. Sie weisen weiterhin gesellschaftliche Vorteile und bessere finanzielle Ergebnisse vor.

Auch eine Studie der Harvard University (2016) belegt den Zusammenhang zwischen intensiv erlebter Sinnhaftigkeit in der Arbeit und der finanziellen Leistungsfähigkeit. Weitere Untersuchungen unterstützen diese Annahmen.

Die Antwort lautet: Ja, es weist einiges darauf hin, dass Sinnhaftigkeit Erfolg schafft. Als Unternehmen der Sinnfrage einen entscheidenden Stellenwert beizumessen, erscheint unbedingt notwendig. Das Sinnleitbild sollte ein zentrales Element der Unternehmenskultur darstellen und authentisch zum Unternehmen passen.

Ein Unternehmen, welches es schafft, ein authentisches Sinnbild zu etablieren und nach innen und außen zu leben und zu vermitteln, bietet auch seinen nach Sinn strebenden Mitarbeitern eine Möglichkeit der Identifikation. Es schafft eine Plattform, auf der sich Mitarbeiter-Commitment aufbauen und manifestieren lässt (in Anlehnung an Handelsblatt GmbH, 2019).